60 Sekunden Trades und binäre Optionen

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Rendite85 Prozent Rendite in einer Minute – da können Anleger in Tagesgeld- und Festgeldkonten ja nur Schnappatmung bekommen. Anleger die es schaffen, innerhalb eines Jahres 1,5 Prozent Zinsen zu erwirtschaften können stolz sein, ein derart phantastisches Angebot erwischt zu haben. Den meisten ist dabei nicht einmal bewusst, dass nach den Steuern und dem Kaufkraftverlust eigentlich keine wirkliche Wertsteigerung mehr übrig bleibt. Und dann sagt einer, dass man in 60 Sekunden 85 Prozent verdienen kann, und das gleich mehrfach am Tag. Das Problem ist allerdings, dass ein nicht richtig durchdachter und leichtsinniger Handel zu einem sehr hohen Verlust führen kann – ein Risiko, welches der Tagesgeldfreund nicht kennt. Wir bemühen uns hier auf dieser Seite, Ihnen die 60-Sekunden-Trades und binäre Optionen ausführlich zu erläutern und gleichzeitig eine Hilfestellung zu geben, wie Sie größere Verluste vermeiden können.

Die richtige Strategie finden

Zunächst einmal ist zu klären, worum es bei diesem Kurzzeithandel überhaupt geht. Die Grundlage für die 60-Sekunden-Trades bildet der klassische Call/Put-Handel. Dabei muss der Anleger entscheiden, ob ein bestimmter Wert bis zum Ende der Restlaufzeit der Option steigen oder fallen wird. Die Besonderheit dabei besteht in der sehr kurzen Laufzeit. Wenn Sie an solchen Kurzzeitgeschäften interessiert sind, achten Sie bei der Auswahl des Binäre Optionen Anbieters darauf, ob der von Ihnen gewünschte Broker diese Handelsvariante überhaupt anbietet, nicht bei jedem Broker sind solche Risikogeschäfte möglich. Aufgrund der permanent steigenden Nachfrage nimmt jedoch auch die Zahl der Broker, die diese Handelsform anbieten, immer weiter zu.

Die Renditen im 60-Sekunden-Handel orientieren sich an den Gewinnen der klassischen Optionen. Für Neueinsteiger liegt der Reiz hauptsächlich in der extrem kurzen Laufzeit, in der Gewinne realisiert werden können. Dennoch sollte man sich vorher ausführlich informieren und auch darüber bewusst sein, dass sich in ähnlich kurzer Zeit auch Verluste realisieren lassen.

Tipps zur Verlustminimierung

Achten Sie darauf, niemals Basiswerte für eine 60-Sekunden-Option zu wählen, deren Kurse sich in einer sogenannten Seitwärtsbewegung befinden. Bei diesen Werten ist die Kursentwicklung reine Glückssache. Ein sich abzeichnender Kurseinbruch kann dagegen Potenzial für eine erfolgreiche Option bieten. Wichtig ist in solchen Fällen ein absolut treffsicheres Timing, nicht dass der Kurseinbruch schon wieder vorbei ist, bevor Sie reagieren. Berücksichtigen Sie, dass sich Rohstoffe mit einer gewissen Volatilität für 60-Sekunden-Trades besser eignen als Bluechips, der kurzfristige Handel lebt von spontanen Kursbewegungen.

Achten Sie auf bevorstehende Kursausbrüche bei Ihren Kurzfristgeschäften. Diese können Sie unter anderem aus den ad-hoc-Meldungen von Unternehmen ableiten. So führt beispielsweise die Mitteilung über einen Gewinneinbruch auch bei Unternehmen mit stabilen Kursen meist zu einem kurzfristigen Kurseinbruch. Um mit einer solchen Strategie erfolgreich zu handeln, sollten Sie die Option unmittelbar nach Bekanntwerden der Meldung eröffnen, was wiederum Ihre Präsenz am PC voraussetzt. Lassen Sie dagegen die Finger von Märkten, in denen nur sehr wenig passiert. Wertpapiere die gemächlich vor sich hin dümpeln und keine stabilen Trends aufweisen sind Gift für kurzfristige Optionen, das Verlustrisiko ist viel zu hoch.

Ganz besonders als Einsteiger sollten Sie sich auf 60-Sekunden-Optionen besonders gründlich vorbereiten. Beobachten Sie vor Ihrem Einstieg in diesen Handel, innerhalb welchen zeitlichen Ablaufs sich Meldungen aus der Wirtschaft auf die Kurse der Werte auswirken. Für solche Trockenübungen bieten sich ganz besonders Aktien von Microsoft, Apple oder Google an, da über diese Unternehmen, im Gegensatz zu Coca-Cola oder dem Währungspaar US-Dollar gegen australische Dollar, wesentlich häufiger berichtet wird.

Zwei Dinge garantiert Ihnen der Handel mit 60-Sekunden-Optionen: Schnelle Gewinnmöglichkeiten und viel Nervenkitzel. Teilweise ähnelt die Situation den letzten Sekunden bei Versteigerungen, wenn in letzter Sekunde klar wird, das nach zähem Ringen das eigene Gebot das Beste ist. Im Übrigen gibt es noch eine Duplizität in der Vorgehensweise. Wie auch bei Versteigerungen ein möglichst später Einstieg in das Bietergeschehen empfohlen wird, sollten auch Minutentrader möglichst spät in die Option einsteigen, das erhöht die Chance auf den erfolgreichen Abschluss und verringert das Risiko einer Kursentwicklung in die, aus Ihrer Sicht, falsche Richtung. Die Crux dabei ist allerdings, dass man sehr schnell zu spät einsteigt und, sozusagen nachdem der Hammer gefallen ist, die Option erst eröffnet. Während das Zuspätkommen bei Versteigerungen folgenlos bleibt bestraft Sie beim Optionshandel das Leben, Sie erleiden mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Verlust.

Das Risiko bei Binären Optionen

Mit der Entscheidung für den Handel von Binären Optionen entscheidet man sich für sehr chancenreiche und gleichzeitig sehr risikoreiche Geschäfte. Man kann daher nicht wirklich von einem Investment sprechen, bei Binären Optionen geht es vielmehr um Spekulation. Diskussionsfähig ist nur die Frage, ob man das Risiko verringern und die Chancen erhöhen kann.

Sofern es überhaupt eine sichere Geldanlage gibt, gehören Binäre Optionen garantiert nicht dazu, sie sind nur zur Spekulation geeignet. Je besser Sie sich vor dem Einstieg in den Binären Optionshandel informiert haben umso geringer werden Ihre Verluste sein. Mit ausreichender Erfahrung sollte Ihnen beim Handel insgesamt ein Überschuss gelingen. Dennoch sollten Sie nicht dem Irrtum unterliegen, auch wenn einzelne Lernvideos diesen Anschein erwecken, dass die Nutzung der richtigen Strategie bombensicher zu Gewinnen führt. Bei jedem einzelnen Trade existiert auch ein Verlustrisiko, egal was Ebooks und Lernvideos erzählen und welche Strategie Sie anwenden – dafür haben Sie jedoch im Gegenzug auch die Chance, bei jedem einzelnen Trade, auf extrem hohe Gewinne in sehr kurzer Zeit. Prinzipiell besteht beim Handel mit Binären Optionen das Risiko eines Totalverlusts des eingesetzten Kapitals, wobei er immerhin „nur“ das eingesetzte Kapital betrifft. Zur Freude vieler Trader gibt es jedoch noch eine Möglichkeit, das Risiko eines solchen Totalverlusts ein wenig zu verringern.

Einige Broker für Binäre Optionen bieten ihren Kunden eine Verlustabsicherung an. Diese kann, je nach Broker, bis zu 15 Prozent des eingesetzten Kapitals betragen. Dann kommt es nicht mehr zum Totalverlust, das Verlustrisiko beläuft sich stattdessen auf mindestens 85 Prozent. Andere Broker bieten, während der Laufzeit einer Binären Option, einen Rückkauf an, auch dies ist eine Möglichkeit für den Trader, sein Verlustrisiko zu minimieren. Er kann die Option vorzeitig zurückgeben und damit größere Verluste vermeiden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass bei Binären Optionen im regulären Handel die Chancen auf Gewinn und Verlust einigermaßen ausgeglichen sind.

Cash or Nothing

binäre OptionenDas Prinzip Binärer Optionen lautet Cash or Nothing, darauf ist das gesamte System aufgebaut. Entweder sie gewinnen oder Sie verlieren, wobei die möglichen Gewinne oder Verluste von vornherein feststehen. Das bedeutet, dass Sie einen Gewinn einfahren, sollte Ihre Prognose sich als richtig erweisen. Ist Sie dagegen falsch, ist Ihr Einsatz verloren. Haben Sie beispielsweise eine Call-Option gekauft und damit auf steigende Kurse gesetzt erhalten Sie einen hohen Gewinn, sofern der Kurs am Ende der Laufzeit tatsächlich über dem Startkurs liegt. Dagegen verlieren Sie alles, wenn der Kurs gefallen ist. Der Vorteil dieser Optionen besteht darin, dass die möglichen Gewinne und Verluste von Beginn an feststehen, man kann also das Risiko einschätzen und wissen dass womöglich das gesamte Kapital verloren geht, wenn man alles auf eine Option setzt.

Es gibt nirgendwo Regeln ohne Ausnahmen, dass gilt auch für den Binären Optionshandel. So gibt es beispielsweise noch die Sonderform „asset or nothing“. Dabei ist die Gewinnauszahlung vom Kurs abhängig und ähnelt damit den klassischen Optionen. Diese Art des Handels mit Binären Optionen wird besonders von fortgeschrittenen Tradern geschätzt.

One Touch Handel

Es gibt weitere Ausnahmen bei den angebotenen Möglichkeiten, beispielsweise den One-Touch-Handel. Wie der Name schon erahnen lässt, muss bei dieser Option das angestrebte Kursziel nur ein einziges Mal während der Laufzeit erreicht werden. Wo der Kurs am Ende der optionierten Laufzeit steht ist dagegen bedeutungslos. Ein Kursziel nach oben oder unten anzugeben ist naturgemäß noch schwieriger als lediglich eine Richtung zu prognostizieren. Dafür sind dann jedoch auch die Gewinne wesentlich höher als beim regulären Call/Put-Handel.

Die Definition einer One-Touch-Option ist relativ einfach. Der Kurs des Wertpapiers muss am Ende der Laufzeit nicht im Geld sein, lediglich ein bestimmtes Kursziel muss mindestens einmal erreicht worden sein, daher auch der Name „One Touch“, eine einzige Berührung des Kursziels ist ausreichend. Es dürfte klar sein, dass man Binäre One Touch Optionen nicht einfach als Put oder Call kaufen und dann kassieren kann, sobald der Kurs dann einmal im Plus oder Minus war. Statt dessen muss das entsprechende Kursziel erreicht werden. Hat man bei einer Aktie, die derzeit auf 23,43 steht als Kursziel 24,00 Euro, dann muss die Aktie auch mindestens einmal auf 24,00 Euro gestiegen sein. Mit One-Touch-Optionen Gewinne zu realisieren, ist deshalb meist noch schwerer als mit den normalen digitalen Optionen. Dafür sind jedoch die Gewinnchancen auch wesentlich höher. Mit dem Erreichen des Kursziels wird der festgelegte Gewinn ausgeschüttet. Dabei ist es vollkommen unerheblich, wie weit oder lang das Kursziel übertroffen wird. Für die Rendite gilt die Faustregel: Je unwahrscheinlicher das Kursziel, desto höher die Rendite. Und diese kann im Einzelfall, speziell bei High-Yield-One-Touch-Optionen durchaus bis zu 500 Prozent betragen.

Erfolgreich und richtig handeln

Am Ende entscheidet beim Trading immer der Erfolg. Mit Binären Optionen richtig handeln bedeutet richtige Trading-Entscheidungen treffen und Gewinne erzielen. Wenn das funktioniert spielt es keine Rolle, ob Sie Ihre Erfolge Analysen, Charts, Nachrichten, Fundamentaldaten oder Ihrem Bauchgefühl verdanken. Ein Geheimrezept gibt es nicht, nur ein paar Tipps, mit denen Binäre Optionen erfolgreich gehandelt werden können. Sie müssen nur den richtigen Broker und die passenden Basiswerte auswählen, die Nachrichten und Charts richtig interpretieren und dann schnell genug reagieren – dann kann nichts schiefgehen.

Sie haben dann den richtigen Broker, wenn Sie bei Erfolgen möglichst hohe Renditen und bei Verlusten eine gute Absicherung besitzen. Zusätzlich sollten möglichst viele verschiedene Assets handelbar sein. Auch die Art der Optionstypen, von One-Touch bis hin zu 60-Sekunden Optionen sollten im Angebot sein. Eine leicht verständliche und gute Handelsplattform sollte obligatorisch sein, schließlich benötigt man, um mit Binären Optionen richtig handeln zu können ein zuverlässiges Tool.

Viele Trader haben bei den handelbaren Assets ihre Vorlieben. Während der eine am liebsten Währungen handelt, bevorzugen andere Rohstoffe oder Aktien. Das hat auch etwas mit der Persönlichkeit und den Interessen der Trader zur tun. Neue Teilnehmer am Markt sollten sämtliche Möglichkeiten einmal ausprobieren und dann in den Bereichen, in denen sie besonders erfolgreich waren bzw. sind, ihre Schwerpunkte setzen. Und einen Schwerpunkt setzen bedeutet ja nicht, dass man als Trader sich nicht zwischendurch auch einmal von seinem Schwerpunkt entfernen darf. Am Ende sollte die Auswahl des Basiswertes von der Marktsituation abhängen. In der Regel bieten sich die guten Chancen auf ordentliche Rendite immer dort, wo Bewegung im Markt ist.

Die meisten Händler werden durch ihre Broker regelmäßig mit aktuellen Statistiken und Nachrichten versorgt, wobei die Statistiken meist übersichtlich in Form von Charts aufgearbeitet sind. Nicht wenige Trader schwören auf die Analyse solcher Grafiken. An ihnen lassen sich, mit Hilfe des gleitenden Durchschnitts, sehr gut aktuelle Trends ablesen. Ein aktuelles Sprichwort in der Finanzwelt lautet „The trend is your friend“. Tatsächlich ist eine Trendumkehr meist wesentlich unwahrscheinlicher als eine Fortsetzung des aktuellen Trends.

Werden dagegen bestimmte Unterstützungslinien oder Widerstände erreicht, sieht es anders aus. Dann sollte man eine Trendwende durchaus in Betracht ziehen. Ist beispielsweise die Aktie, die gerade einer Binären Option zugrunde liegt, bei einem erreichten Kurs anschließend immer wieder gefallen, dann kann davon ausgegangen werden, dass das auch dieses Mal wieder geschehen wird. Sollte diese Kursmarke, bei der ein Fall eingeleitet wird, mit wesentlich überschritten sein, dann spricht man von einer durchbrochenen Widerstandslinie und es kann von einem längeren Aufwärtstrend ausgegangen werden – oder einem längeren Abwärtstrend, wenn es sich um eine Unterstützungslinie nach unten gehandelt hat.

Auf jeden Fall sollte man dann schnell handeln, auch stabile Trends halten nicht ewig. Es kommt immer wieder vor, dass Trader eine Entwicklung korrekt interpretieren, dann jedoch zu spät einsteigen. Eine fatale Situation, schließlich sollte immer, egal wie man vorgeht, am Ende ein Plus in der Bilanz stehen.

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